Reizhusten bei Kindern


Reizhusten bei KindernBesonders während der kalten Jahreszeit und der damit verbundenen trockenen Heizungsluft kämpfen Kinder häufig mit Reizhusten. Vor allem nachts kann dies eine unangenehme Sache sein, da sich der dadurch entstehende Schlafmangel auch auf das allgemeine Wohlbefinden des Kindes auswirken kann. Eine Untersuchung durch den Arzt ist daher unumgänglich, da Reizhusten auch andere Ursachen haben kann als eine einfache Erkältung – Reizhusten weist unter Umständen auch auf andere, schwerere Erkrankungen wie Asthma hin. Eine genaue Beobachtung etwaiger Begleiterscheinungen wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Müdigkeit helfen dem Arzt bei der Diagnostik. Versuchen Sie auch, den Husten zu beschreiben. Oft kann darin schon ein Hinweis zur Diagnose stecken.

Linderung kann man durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr wie Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte schaffen. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft verspricht durch die hohe Luftfeuchtigkeit Besserung. Oft hilft es auch, das Raumklima im Kinderzimmer zu verändern. Eine Schüssel mit Wasser auf der Heizung oder ein Luftbefeuchter sorgen dafür, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum steigt. Es reicht schon, wenn die Heizung nur minimal eingeschalten ist, denn ein Überheizen der Räume wäre wieder kontraproduktiv. Anstatt ein Gefäß mit Wasser aufzustellen, kann man auch die Vorhänge befeuchten, um die Luftfeuchtigkeit zu verbessern. Bei einem Reizhustenanfall können Sie Ihrem Kind schnell helfen, wenn Sie im Badezimmer heißes Wasser laufen lassen und sich mit Ihrem Kind in den Wasserdampf setzen, bis der Hustenanfall besser wird. Oder Sie stellen sich mit Ihrem Kind ans geöffnete Fenster.

U-Untersuchungen: Termine für die Vorsorgeuntersuchungen nicht verpassen!

U-Untersuchungen: Termine für die Vorsorgeuntersuchungen nicht verpassen!

Eigenständig Medikamente geben sollten Sie nicht, bevor Sie den Reizhusten nicht von einem Arzt abklären lassen haben. Damit könnten Sie Ihrem Kind mehr schaden als helfen. Wollen Sie dennoch vorab schon etwas verabreichen, können Sie auf Hausmittel zurückgreifen. Hustentees aus Anis, Thymian oder Efeu, aber auch Brustwickel, beispielsweise ein mit Kamillentee getränktes Baumwolltuch, schaffen rasch Linderung. Zudem haben sich selbst hergestellte Hustensäfte bei der Bekämpfung von Reizhusten bewährt. Dafür Zwiebel in dünne Scheiben schneiden, in ein weites Gefäß schlichten und mit Zucker bestreuen. Diese Mischung dann einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Der dabei entstehende Sirup kann mehrmals pro Tag eingenommen werden. Alternativ dazu, aber nicht bei allen Kindern beliebt, kann auch selbst gemachter Knoblauchsirup verabreicht werden. Eine Knoblauchknolle zerdrücken, in Wasser aufkochen, etwas Zitronensaft und Honig dazu und einige Minuten köcheln lassen. Der abgeseihte Sirup kann ebenfalls mehrmals täglich eingenommen werden.
Wichtig ist in jedem Fall, selbst ruhig zu bleiben. Kinder bekommen oft Weinkrämpfe, wenn sie einen Reizhustenanfall haben. Sie sind mit der Situation oft überfordert. Um weitere Aufregung zu vermeiden, sollten Sie selbst nicht in Panik geraten.

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