Reizhusten

ReizhustenReizhusten (trockener Husten) ist eine von vielen Erkrankungen, welche die oberen Atemwege betreffen und äußerst unangenehm und hartnäckig sind.
Der Reizhusten ist eine extrem belastende gesundheitliche Beeinträchtigung und als Sonderform des üblichen Hustens durch ganz spezielle Symptome gekennzeichnet. Im Gegensatz zu dem herkömmlich bekannten Husten tritt beim Reizhusten auch nach einer bestimmten Zeitdauer kein Auswurf aus. Auswurf entsteht beim normalen Husten durch eine vermehrte Bildung von Sekret durch die Zellen der Schleimhaut. Diese kleidet die oberen Atemwege aus und sondert durch eine Reizung mehr schleimhaltige Sekrete ab, welche beim Reizhusten gänzlich fehlen. Die Schleimhaut in den Bronchien entzündet sich und ist gereizt, mit jedem Hustenstoß wird der Hustenreiz weiter verstärkt. Dieser trockene Husten als typisches Symptom des Reizhustens ist für die Betroffenen deshalb sehr quälend.

Diese Art des Hustens ist typisch für das Anfangsstadium eines Infektes. Begleitet wird der Husten durch permanent auftretende Hustenattacken. Begünstigt werden diese durch kalte oder trockene Luft und durch ein allgemeines Unwohlsein zusätzlich verstärkt. Nicht nur bei einer anstehenden Erkältung kann Reizhusten auftreten. Dieser Erkrankungstyp kann ein eindeutiges Anzeichen für Asthma oder entzündliche Vorgänge des Brustfells sein. In diesem Zusammenhang beschreiben die Patienten lokale Schmerzen, die sich überwiegend auf die oberen Atemwege und den Brustkorb beschränken. Ein anderer Auslöser für Reizhusten kann die Einnahme verschiedener Medikamente sein, zu deren Nebenwirkungen diese Beeinträchtigung gehört. Als klassische Arzneimittel, die mit Reizhusten einhergehen, kommen insbesondere Wirkstoffe in Frage, die gegen Hypertonie, also einen hohen Blutdruck, eingesetzt werden.

Um einem Reizhusten entgegen zu wirken, stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Diese liegen zum einen in der Hand der Erkrankten selbst und zum anderen in den therapeutischen Maßnahmen des Arztes. Für die Eigenbehandlung des Reizhustens kommen sowohl Medikamente aus der Naturheilkunde als auch hilfreiche Hausmittel sowie Medikamente aus synthetischen Wirksubstanzen in Frage. Um den belastenden Husten los zu werden, können zunächst frei verkäufliche Medikamente in Tabletten- oder Drageeform zum Lutschen (z.B. Silomat® DMP) empfohlen werden. Um die Entzündung der Bronchien zu lindern und die Regeneration der Bronchialschleimhaut zu unterstützen, empfehlen sich ebenfalls Hustensäfte auf der Basis natürlicher Inhaltsstoffe (z.B. Monapax® Saft).

Eine ganze Reihe pflanzlicher Substanzen wie Salbei, Minze, Anis oder Oregano als Tees oder Aufgüsse beruhigen die oberen Atemwege und sind durch ihre entzündungs- und reizhemmenden Effekte bekannt. Verschiedene Medikamente gegen eine Erkältung sind ebenfalls hustenlindernd. Als Hausmittel gegen diese trockene Hustenform haben sich außerdem sanfte Therapien bewährt, die auf der Anwendung von Wärme basieren. Neben einer ausreichenden Luftbefeuchtung im Wohnraum helfen beispielsweise warme Wickel, die um den Hals oder auf die Brust gelegt werden. Wärmebestrahlungen mit Rotlicht sowie Bäder mit erkältungshemmenden und durchblutungsfördernden Zusätzen werden ebenfalls als überaus wohltuend und entspannend empfunden. Hat sich das gesundheitliche Befinden gebessert, tun Spaziergänge an frischer Luft ebenfalls gut und tragen dazu bei, dass die Abwehrkräfte gestärkt werden. Feucht-kalte Witterung ist in diesem Bezug jedoch ungünstig. Besser sind klare Luft und Sonnenschein.

Reizhustensymptome können bei einem unbehandelten Verlauf schnell zu einem dauerhaften, von schleimigem Auswurf und Atembeschwerden begleiteten chronischen Husten umschlagen. Dies kann insbesondere bei kleinen Kindern und körperlich anfälligeren älteren Menschen ein großes gesundheitliches Problem darstellen. Aus diesem Grund sollte nach einer Dauer von maximal zwei Wochen mit anhaltenden Beschwerden eine Konsultation des Facharztes oder Allgemeinmediziners erfolgen. Der Arzt setzt gegen diesen Husten rezeptpflichtige Arzneimittel ein, deren Wirkung auf verschiedenen Inhaltsstoffen basiert. Da bei den auftretenden Krankheitszeichen nicht nur Erkältungen die Ursache sein können, ist eine ausgiebige Diagnostik erforderlich. In vielen Fällen lösen Allergien diesen trockenen Husten aus. Aus diesem Grund kann das Vermeiden dieser speziellen Allergene dazu beitragen, dass Entzündungen der Schleimhäute vermeidbar sind. Allergieteste sind unter diesen Aspekten sinnvoll, um die betreffenden Substanzen ausfindig zu machen. Außerdem sollten ungünstige Einflüsse der Umgebung durch die Betroffenen selbst unterbunden werden.

Reizhusten nachts

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